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Fortbildungen für Hebammen in Niedersachsen

Hebammenverband Niedersachsen e. V.   /   Hebammenbildung.de   /   FBB 1-19

Stress- und traumasensible Haltung in der Hebammenarbeit

Sicher und informiert Handeln - eine interdisziplinäre Fortbildung in 4 Modulen

Geburtshelfende sind geübte KrisenhelferInnen – auch im Fall von Gewalt und Trauma kann ihr Handeln entscheidend sein für den weiteren Verlauf der Schwangerschaft, der Geburt und der Mutter - Kind Beziehung.

Eine „Stress- und Traumasensible Haltung“ gibt den Fachgruppen rund um Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und frühe Hilfen, eine sichere Orientierung im Umgang mit den Folgen von Gewalt und Trauma innerhalb ihres beruflichen Rahmens. Statt „Augen zu und durch“ fördert sie die Handlungsfähigkeit und zeigt auf, dass eine gute Begleitung nur dann gelingen kann, wenn Schutz und Sicherheit für die Betroffene Frau / Familie und für die begleitende Fachperson hergestellt wird.

Das Konzept „Stress- und Traumasensible Haltung“ ist von Maria Zemp entwickelt worden, in Zusammenarbeit mit medica mondiale e.V. und dem Deutschen Hebammenverband (DHV). Kernkompetenz ist die Zusammenführung der Erfahrungen im Umgang mit Folgen von Gewalt und Trauma in Krisengebieten im In- und Ausland.
Die Fortbildung ist interdisziplinär ausgerichtet. Eingeladen sind alle GeburtshelferInnen, klinisch- und außerklinisch arbeitende Hebammen und Fachkräfte der Frühen Hilfen.

Inhalte

Modul 1
Sicherheit und Vertrauen herstellen

  • Umgang mit geschlechtsbasierter Gewalt und den Folgen in der Geburtshilfe im Kontext der frühen Hilfen, und in der Betreuung von Frauen die Flucht, Krieg und Verfolgung erlebt haben
  • Traumatische Stressreaktionen und Überlebensmuster verstehen
  • Signale erkennen lernen und Anamneseerhebung üben
  • Selbstfürsorgepraxis

Modul 2
Selbstermächtigung und - Wirksamkeit stärken

  • Geburtsrisiken als Folge von Gewalt und Trauma erkennen
  • Auswirkungen auf professionelle Beziehungsführung, auf dieindungskompetenz und die kindliche Entwicklung
  • Stress- und traumasensible Interventionen üben
  • Selbstfürsorgepraxis

Modul 3
Verbindung halten und Grenzen erkennen

  • Wirkung systemischer Traumadynamiken in Familien, Teams, Einrichtungen und Institutionen kennen lernen
  • Transgenerationale Auswirkung verstehen
  • Risiko Indirekte Traumatisierung, Mitgefühlserschöpfung und Burnout erkennen
  • Transkulturelle Kompetenz und – Kommunikation üben
  • Selbstfürsorgepraxis

Modul 4
Hilfe für die HelferInnen

  • Resilienzbildung fördern und persönliche Stärkung in der Begleitung von traumatisierten Frauen wertschätzen
  • Präsentation der Abschlussarbeiten und Zertifizierung
  • Vernetzung und Abschluss

RAHMEN und ABLAUF
Die Fortbildung ist in Modulen aufgebaut, jedes Modul dauert 3Tage.
Die Teilnahme an der Unterrichts- und Peergruppenzeit (wird auf die Fortbildungszeit angerechnet) ist verbindlich. Die Peergruppenarbeit findet während der Module jeweils abends statt. Daher ist es erwünscht, dass die TeilnehmerInnnen am Unterrichtsort übernachten.
Eine bestärkende und wohltuende Lern- und Erfahrungsatmosphäre steht im
Mittelpunkt der Fortbildung.

Preis für alle Module inklusive Übernachtungen und Verpflegung.

Ratenzahlung ist möglich.
 

Anmeldung

  • 1600 Euro für DHV-Mitglieder
  • 2300 Euro für alle anderen

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